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Blick in die Zukunft

Wie kann eine gute Zukunft für Contwig aussehen? Was ist schon gut oder auf dem richtigen Weg, was muss sich ändern? Mit solchen Fragen hat sich eine Gruppe innerhalb des Contwiger CDU-Ortsvereins befasst. Motto: „Contwig 2040“. In der jüngsten Sitzung des Ortsgemeinderates durften Hans-Peter Ullrich, Volker Becker, Mathias Konrad und Andreas Sefrin die Ergebnisse ihrer Überlegungen vorstellen.
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„Das ist mit Blick auf die Gemeindeangelegenheiten mein schönstes Weihnachtsgeschenk“, sagt Contwigs Ortsbürgermeisterin Nadine Brinette über den voranschreitenden Wiederaufbau der Kita. Das alte Dach wurde abmontiert, das neue ist auf dem Gebäude drauf. Anfang Januar soll der Innenausbau losgehen, neue Elektro- und Heizungsleitungen werden verlegt. Danach geht es im Inneren weiter. „Ich bin zuversichtlich, dass wir 2026 große Schritte machen werden“, sagte Brinette im Gespräch mit der RHEINPFALZ einen Tag vor Heiligabend. Einen möglichen Eröffnungstermin nennt sie bewusst nicht mehr. Zu oft hat sie sich Hoffnungen gemacht, die dann nicht eingehalten werden konnten. „Sind wir doch mal ehrlich: In der Zeit, in der das da oben nicht vorangeht, haben wir hier im Dorf fünf Straßen ausgebaut.“
Neuer Architekt, Nachdreher vor Gericht
Im Januar 2020 war Schimmel im Rohbau des Kita-Neubaus entdeckt worden – das war noch zu Zeiten von Brinettes Amtsvorgänger Karl Heinz Bärmann. Es folgte ein Baustopp. Über Jahre ist auf der Baustelle kaum etwas passiert, dafür gab es einen Rechtsstreit zwischen der Gemeinde und den Verantwortlichen des Kita-Neubaus. Weil schon Kinder für den neuen Kindergarten angemeldet waren, wurde sogar kurzerhand das Rathaus in der Dorfmitte zur Not-Kita umgebaut – und dient noch heute als solche. Mittlerweile gehen Kinder, die im Rathaus ihre Kita-Zeit begonnen haben, schon in die Grundschule.
Vom damaligen Architekten hat sich die Gemeinde mittlerweile getrennt. Die Bauleitung hat das Ingenieurbüro Arnold und Partner übernommen, wie Brinette berichtet. Vor Gericht hat die Gemeinde im Sommer gegen die beiden Beklagten – Ex-Architekt und eine Handwerkerfirma – gewonnen. Beide müssen für den entstandenen Sachschaden aufkommen; zunächst in einem sogenannten Vorschussanspruch über 230.000 Euro. Weil der tatsächlich entstandene Sachschaden aber viel höher ausfallen wird, müssen die beiden Beklagten generell alle Mehrkosten bezahlen – abgerechnet werde zum Schluss. Der Architekt habe sich mit dem Urteil abgefunden, sagt Brinette – nicht aber die Handwerkerfirma. Die habe Berufung eingelegt, der Fall gehe nun vors Oberlandesgericht. Wann das entscheidet, kann die Ortsbürgermeisterin derzeit nicht sagen.
Verfahren in die Länge gezogen
Die Mehrkosten setzen sich aus zahlreichen Rechnungen zusammen. Höhere Baukosten, weil Handwerkerhonorare und Materialkosten in den vergangenen Jahren durch die Decke geschossen sind, Umbaukosten, weil das Rathaus zur Kita umfunktioniert worden ist − die bereits angemeldeten Kinder konnten ja schlecht auf der Straße betreut werden −, Verfahrens- und Gerichtskosten und vieles mehr. Eigentlich hätte der Rechtsstreit viel früher geklärt sein können. Mehrere Vergleichsvorschläge zwischen den beiden Streitparteien sind gescheitert, zudem haben die Beklagten laut Brinette immer wieder um Fristverlängerung gebeten. Und je länger der Rechtsstreit dauerte, umso länger hat sich der Kita-Neubau hingezogen.
Bleibt die Frage, warum es denn eigentlich während der Bauphase in der Kita geschimmelt hat. Knappe Antwort: Das richtige Material wurde zur falschen Zeit verbaut. Die Dachkonstruktion sollte ursprünglich aus OSB-Platten hergestellt werden, also aus Holz. Grundsätzlich ist das laut Brinette kein Problem. Allerdings wurden die Platten in der nasskalten Jahreszeit verbaut. Und dann hat auch noch die Dämmung gefehlt, und die Baustelle wurde nicht getrocknet – ein Nährboden für Schimmel. Die neue Dachkonstruktion ist nun nicht aus OSB-Platten, sondern aus zementgebundenen Platten hergestellt, um dem Schimmel einen Riegel vorzuschieben.
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Soll eine umfassende Frischekur bekommen: der Contwiger Dorfplatz in der Ortsmitte.
In Contwig sollen in den kommenden Monaten drei Treffpunkte modernisiert werden: der Dorfplatz, der Mehrgenerationenplatz und der Waschplatz.
Die Contwiger und Stambacher sollen sich wieder mehr draußen treffen. So oder so ähnlich könnte man die Motivation umschreiben, gleich drei Treffpunkten in der Gemeinde eine Frischekur zu verpassen. Der Dorfplatz an der Ampelkreuzung soll eine Generalsanierung bekommen. Bereits im November 2022 hatte Planer Stefan Laport seine Vision für einen modernen Dorfplatz vorgestellt. Der etwas größere Platz in Richtung Bahnhofstraße soll vor allem mit Sandsteinen und Muschelkalk gestaltet werden, so seine Vision. In dieser soll der große Brunnen wegkommen. Dafür soll in eine Mauer ein größerer Wandbrunnen eingelassen werden. Das Wasser soll über drei gerade Flächen vertikal an der Mauer hinablaufen. Ein Becken wird es nicht mehr geben, weil es schnell verdreckt und viel Pflege braucht.
Stattdessen soll das Wasser am Boden in einer Rinne ablaufen und wieder hochgepumpt werden. Vor den Wandbrunnen sollen Ruhebänke aufgestellt werden, ebenso sollen neue Pflanzen und Rostelemente in den neuen Platz eingepflegt werden. Ein Hingucker auf der Mauer könnte nebst Wandbrunnen zudem das große Contwig-Wappen sein. Auch der kleinere Platz auf der gegenüberliegenden Straßenseite soll aufgehübscht werden. Das Design soll dem des größeren Platzes angeglichen werden, um ein einheitliches Bild in der Ortsmitte zu kreieren. Auch auf diesem Platz soll eine Mauer gebaut werden, durchbrochen von lichtspendenden Fenstern. Ebenso sollen neue Sitzmöglichkeiten errichtet werden, eine mit einem kleineren Wandbrunnen.
Der Pfalzwerke-Turm ist gefallen
Nicht weit entfernt vom Dorfplatz gibt es am Schwarzbach den Waschplatz. Auch dieser soll eine Frischekur erhalten. Das alte Trafohäuschen der Pfalzwerke ist abgerissen, nun gibt es genügend Platz für das modernisierte Areal. Und auch an der VT-Halle im Oberdorf soll etwas Neues kommen. Nadine Brinette spricht von einem Mehrgenerationenplatz. Bevor es an die Neu-Baustellen geht, will die Ortsbürgermeisterin ihren Fokus zunächst jedoch auf die Fertigstellung der Kita in der Maßweilerstraße legen: „Die hat Priorität.“
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Voraussetzung ist, dass das Projekt in ein Förderprogramm des Bundes aufgenommen wird.

Über die Notwendigkeit einer gründlichen Sanierung Beim Warmfreibad „Conaqua“ der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land in Contwig herrscht nicht allein innerhalb des Verbandsgemeinderates Einigkeit. Spätestens der Ausfall der Möglichkeit zum Aufheizen des Backenwassers ist mehr als ein Fingerzeig gewesen, stellte den Beinamen „Warmfreibad“ wahrlich in Frage. Ob kritischer Anmerkungen liebäugelte Verbandsbürgermeister Björn Bernhard auch schon mit dem Gedanken, vorerst diese Qualitätsbeifügung zu überkleben.
