Kath.Kirche Contwig

Wenn auch über den Ursprung der Kath. Pfarrei Contwig genaue Angaben fehlen so ist doch mit ziemlicher Sicherheit anzunehmen, dass der hl. Pirminius als Stifter der Pfarrei anzusehen ist. Ganz sicher wurde schon bald nach Gründung der Pfarrei - also etwa um 750 - auch ein kleines Kirchlein erbaut, das später sicherlich mehrmals erweitert und auch zwischendurch durch einen Neubau ersetzt werden musste. Nähere Angaben darüber fehlen leider vollkommen. Diese Kirchen waren vermutlich schon immer an der Stelle gestanden, an der sich heute die evangelische Kirche befindet.Am 25. Oktober 1903 erfolgte die feierliche Grundsteinlegung für den Neubau. Im Dezember 1904 stand der Rohbau der Kirche. Am 19. November 1905 wurden die in Metz gegossenen 3 Glocken im Turm aufgehängt. Am 14. Mai 1906 wurde die Laurentiuskirche in einem Festakt eingeweiht.
Die Kirche wurde nach den Plänen des Architekten Wilhelm Schulte im neugotischen Stil gebaut. Der Bau wurde dem heiligen Laurentius geweiht. Die Erd-, Maurer-, Steinhauer-, Zimmermanns- und Gipserarbeiten wurden von Handwerkern aus Contwig ausgeführt. Am Bau der Laurentiuskirche bewiesen die Contwiger Handwerker, dass sie hochwertige Künstlerarbeiten ausführen konnten.

 

Im Jahre 1932 konnte sich die Pfarrgemeinde ihren Wunsch nach einer Orgel erfüllen. Den Auftrag erhielt die Orgelbauwerkstätte Gebrüder Späth aus Ennetach-Mengen in Württemberg. Die Orgel besitzt 28 Register und hat 1918 Pfeifen. Die kleinste Pfeife ist nur wenige Millimeter groß, die größte Pfeife hat eine Länge von ca. 5 Metern.

Die Pfeifen werden mit einem Windführungssystem zum Klingen gebracht. Die Pfeifen selbst sind aus verschiedenen Materialien gefertigt. 78 Pfeifen sind aus Holz, 390 Pfeifen aus Zink und 1450 Pfeifen sind aus einer hochwertigen Zinn-Blei-Legierung, dem besten und teuersten Material.

 

 

 

Der Hochaltar zieht den Blick des Besuchers auf sich. Er ist eine Arbeit des Würzburger Bildhauers Heinz Schiestl und hat die Form eines gotischen Flügelaltars. Er zeigt in der Mitte die Figur des hl. Laurentius, dem die Contwiger ihre Kirche geweiht haben. Das Bild links außen zeigt Christus auf dem Weg zu Golgatha mit seiner Mutter. Rechts außen begegnet Laurentius dem Papst Sixtus, der zur Hinrichtung geführt wird. Auf dem inneren linken Bild wird Christus ans Kreuz genagelt, auf dem rechten Bild wird Laurentius auf den glühenden Rost gelegt.